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Dem Ausdruck des
Menschen
in der Enge seiner irdischen
Bestimmung zwischen Hoffnung
und Verzweiflung hat der Bildhauer
Markus Rapp viele seiner
Skulpturen gewidmet. Seine Kunst
und seine Biographie verraten eine
Antifaschistische Einstellung und ein
humanistisches Menschenbild...
Sindelfinger Zeitung

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In seinen zumeist
aus Stein
gehauenen Werken führt Rapps Weg
immer wieder weg von der äußerlichen
Ähnlichkeit in der Wiedergabe des
Körpers hin zur Priorität des statisch
tektonischen Aufbaus und zu
expressivem Ausdruck von
Gefühlswelten, vorwiegend zur düsteren
Seite ihrer Skala.
Das zeigen Titel wie "Depression" und
"Alkohol".
Ein großes Relief im Garten mit einem
Menschenpaar zeigt experimentelle
Züge. Es wurde ohne Vorstudien

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geschaffen.
Die Oberkörper sieht man halb von
vorn, die überlangen Beine von der
Seite.
Sein Titel: "Alle Liebe birgt den Tod."
"Don Quixote", eine liegende zwei
geteilte Skulptur, deutet den
dialektischen Sinngehalt des Epos
von Cervantes an, daß nämlich der
Ritter und sein Diener Sancho Pansa
zwei Seiten unseres Ichs sind, die
sich gegenseitig bedingen.
Haller Tagblatt

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" Lea ",
Bronze
1989 / 90, ca.175 cm
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Für den gebürtigen
Stuttgarter
Markus Rapp ist die klassische
Aktfigur nicht nur eine, sondern
die Herausforderung bei der
künstlerischen Auseinandersetzung
mit dem Menschenbild unserer Zeit,
jenseits geschickter Abbildung von
Oberfläche.
"Lea" mit hinter dem Kopf
verschränkten Armen und dem
skeptischen Blick der verschatteten
Augen ist konzentrierte Gebärde.
Stuttgarter Zeitung
Schön und verlockend, in der Pose
des klassischen Standbilds, steht
Markus Rapps "Lea" im Raum.
Die weichen, sinnlichen Formen
offenbaren den Blick auf einen
anmutigen Körper. Durch ihre
hinter dem Kopf gebeugten Arme
wird die einladende Geste weiter
verstärkt.
Sobald das Auge des Betrachters
jedoch dem Gesicht begegnet, wird
das warme Gefühl zurückgestoßen:
kalte, trostlose Augen,
zusammengekniffener Mund, Züge,
die durch erfahrenen Schmerz hart
geworden sind . Im Gesicht der
Schönen offenbart sich zugleich ihre
Einsamkeit, und ihre oberflächliche
Anmut bricht wie ein Strohhalm im
Sturm.
Esslinger Zeitung

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In Markus Rapps
Werk herrscht
eher das Relativieren dessen vor,
was im ersten Augenblick begeistern
mag.
Ganzes erscheint gebrochen, der
Körper als Torso, die Wohlgestalt
von Mühsal gekrümmt. "Von den
zwei Seelen" nennt Rapp eine seiner
Skulpturen,- dieser Gedanke spricht
aus nahezu allen Motiven. Eine
weibliche Figur mit straffen Brüsten
verliert sich blicklos in die
Sinnlosigkeit hinein; ihr Motto
"Alkohol" läßt die Mundwinkel nach
unten fallen, die Oberfläche gibt
ebenfalls zwei Erscheinungsformen
wieder, noch glatten Reiz und
grobporigen Hautfraß.
Rapps Lithographien beinhalten
verschiedene szenische Ebenen.
Im Hintergrund setzen sich ex-
pressive, vielleicht explosive Gefühle
mit Gegenübern auseinander. Im
Vordergrund dominiert ein Porträt,
das wahrnahm, nicht wahrmehmen
will, das ratlos schweigt, hilflos
reflektert und seine Situation
dringlich mitteilen will, jedoch
inklusive der Ursachen.
Holzschnitte setzt Rapp in kräftigen
Farben um, und auch hier
korrespondieren die zwei Gesichter
der Wesen: warme, frohe Farben und
scharfe Kanten, so bei der "schönen
Kannibalin" und "gestürzte Hoffnung".
Das subjektive Lebensgefühl scheint
in diesem Werk ganz und gar
durchzuschlagen und nützt die in
diesem Falle unausweichliche
realistische Darstellung.
Melancholie läßt gar in dem
Steingußmotiv die ,.Badende" sich
an einem Fels verbergen.
Böblinger Bote

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Keine Namen kennt der Krieg "
2003 / 2004
135 x 65 x 17 cm
Marmor
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Das Urbild der Solidarität empfängt am
Treppenabsatz: ein sandsteiniger
wahrhaftig "Seltsamer Heiliger Martin".
Ähnlich radikal geformte Skulpturen
komplettieren den plastischen Teil der
Ausstellung, die auf den Stufen vor der
dritten Etage im "Fluch anhaltender
Jungfräulichkeit" endet. "Lea" ist als
einzige Skulptur aus Bronze - und
wohlgeformt.
Gerade diese Arbeit ist eine Auseinander-
setzung mit der Natur, so heißt es.
Heilbronner Stimme

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Anregung zu dieser Arbeit erhielt
der Künstler Rapp durch ein
Gemälde des spanischen Malers
Jose de Ribera (1591-1652), das
"Bildnis der Maddalena Ventura",
das zweifellos eines der eigen-
artigsten Gemälde der gesamten
spanischen Malerei darstellt, zeigt
es doch eine Laune der Natur: die
Vermännlichung einer Frau, die ihr
Kind stillt. Sie ist auf Riberas
Gemälde mit Vollbart und scharf
geschnittenen männlichen
Gesichtszügen abgebildet - im
Hintergrund ihr gänzlich verhärmter
Mann.
Rapps Skulptur stellt die provokante
Frage, ob in diesem Fall nicht heute
der "Fluch anhaltender Jungfräulich-
keit" vorgezogen werden würde.
Emslandzeitung /Meppener Tagblatt

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"Von Deutscher Einheit"
Maulbronner
Sandstein
350 x 30 x 25 cm
2001 / 2003
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"Einheitsskizzen"
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"Die
neue Kargheit"
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"Heimat" |

"Glauben
und Geld?" |
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Die drei Skulpturen
sind in ihrer
Aussagekraft völlig verschieden und
bilden doch eine Einheit. Ein Mahnmal
gewidmet der "Weißen Rose"und
ihrem Einsatz für Humanität und
Recht: Es besteht aus einer Figur aus
weißem Carrara - Marmor, die mit den
ineinander verschlungenen
menschlichen Leibern die Masse
verkörpert.
Der Individuumstein aus Maulbronner
Sandstein steht für das Persönliche,
das Individuelle: Stilisierte Augen
Körper und Nasen nehmen Bezug zu
der nationalsozialistischen Rassenlehre,
in der es "jüdische Nasen" gab.
Die dritte Skulptur
hat die Form eines
Gedenksteines.
Darin sind die 16 Wirkungsorte der
"Weißen Rose", von Heilbronn bis Linz,
die Namen der im Februar 1943
Verurteilten sowie das Zitat von
Carl Jaspers eingehauen:
"Erst in der Grenze, in
Ausnahmesituationen kann der
Einsatz aus dem Unbedingten auch
zum Verlust des Daseins und zum
Aufsichnehmen des unumgänglichen
Todes führen, während das Bedingte
zuerst und jeder Zeit und um jeden
Preis im Dasein bleiben will."
Münchner Merkur

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Auf den ersten Blick
wirken die
Skulpturen - eine aus Maulbronner
Sandstein, die andere aus weißem
Carrara-Marmor - wie Kunstwerke
aus verschiedenen Welten. Bei
näherem Hinsehen erkennt man,
daß die aus den Steinen
herausgearbeiteten Körper die
Handschrift desselben Künstlers
tragen.
Ergänzt wird das Steinpaar durch
eine dritte Skulptur, den Textstein.
Darin ist ein Zitat von Carl Jaspers
eingehauen, die Wirkungsorte der
Weißen Rose und die Namen der
Mitglieder, die im Februar 1943
verurteilt wurden...
In ihrer Anordnung
erinnern die
drei Steinskulpturen an eine
Kreuzigungsgruppe, eine Anspielung,
die von Rapp beabsichtigt ist. Er sieht
den Widerstand des einzelnen als
Thema, das bis in die unmittelbare
Gegenwart reicht...
Hans und Sophie Scholl im
Individuumstein als Figurenpaar zu
verewigen, wäre zwar naheliegend, in
Anbetracht der unzähligen, bereits
existierenden Porträts jedoch "viel
zu platt" gewesen. Die einzelne Figur
dagegen verstärke den Gedankengang
der Individualität.
Der Individuumstein
bietet dem
Betrachter eine Reihe von weiteren
Denkanstößen: die drei Nasen in
verschiedener Form und Größe etwa,
die - in Verbindung mit stilisiertem
Auge und Ohr - nicht nur eine Fratze
andeuten, sondern auch auf die
"jüdische Nase" in der national -
sozialistischen Rassenlehre anspielen.
Süddeutsche Zeitung

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" Das Weiße
Rose - Projekt "
1993 / 1997
Sandstein, Marmor, Muschelkalk
ca. 300 cm

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Bibliographie:
- Der Bildhauer Markus Rapp - S/W, 96 Seiten, 87 Photos, 170g Halbkarton,
20.-€ + Versand*
- Der blaue Reiter - Journal fuer Philosophie, Nr.4"Grenzpunkt
Mensch" ISBN 3-9804005-1-4
- Broschuere "Weisse Rose-Projekt", Muenchen, S/W, Digitaldruck,16
Seiten, 5.-€ + Versand*
- 99 Standpunkte - Verlag Depelmann, D-30855 Langenhagen, ISBN 3-928330-34-9
- NEU: "VON DEUTSCHER EINHEIT"
Markus M. Rapp / Elke Uhl / Nina Blazon, Herausgeber VBKW 2004, ISBN
3-929419-21-1
Mit * gekennzeichnete
Kataloge sind nur über den Künstler erhältlich
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Mara-der
Bildhauer Markus Rapp |
Nirgends
macht der innere Blick gleichmäßig hell |
Weiße
Rose Projekt |
99
Standpunkte |
Von
Deutscher Einheit |
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